Businessplan für E-Commerce

Bestandteile

  • Name und Anschrift des Unternehmens und der Verantwortlichen
  • Datum der Gründung
  • Gegenstand des Unternehmens
  • Rechtsform
  • Gesellschaftsstruktur mit Besitzverhältnissen

Danach der eigentliche BP:

Geschäftsidee/Kurzfassung

Elevator-Pitch (60 Sekunden – Erklärung)

Unternehmensprofil

Vorstellung der/s GründerIn.
Auflistung aller relevanten Kompetenzen.
Beruflicher Werdegang und die Branchenerfahrung der Teammitglieder.
Signifikante Soft Skills (soziale Kompetenzen).
Potenziale und Erfahrungswerte des Gründerteams.
Im E-Commerce angesehene Fähigkeiten sind zum Beispiel:

  • Technische Skills, die bei der Programmierung, Weiterentwicklung und Installation von Shop-Software oder Content-Management-Systemen hilfreich sind
  • Marketing-Skills, die wenigstens einen der Gründer als SEO-, SEM- oder Affiliate-Experten ausweisen, was für die Vermarktungsstrategie im E-Commerce von Vorteil ist
  • Logistische Skills, die dem Gründer oder dem Team Erfahrungen mit Warenwirtschaftssystemen, Versand- oder Retouren-Abwicklung bestätigen

Von Banken und Investitoren gern gesehen:

  • Finanz-Skills (Buchhaltung, Rechnungswesen, Controlling)
  • Management-Erfahrung (Personalführung, Warenbeschaffung)
  • Juristische Erfahrung.

Zielgruppe

Nützliche Fragen:
Worin besteht der Kundennutzen?
Was sind die Charakteristika der potenziellen Kunden?
Gibt es entsprechende Zahlen, Studien oder Erfahrungswerte?
Welche Personas & Sinus-Milieus kann ich ansprechen?
Auf diesem Weg kann man eine realistische Zielgruppe bestimmen.

Durch die Zielgruppe wird die potenzielle Marktgröße erfasst, die Grundlage für die Kosten-Nutzen-Kalkulationen ist.
Von der Zielgruppe hängen ab:

  • spätere Schritte z. B. Vermarkungsstrategien und Marketing-Maßnahmen
  • Gestaltung des Sortiments
  • Differenzierung von B2B- und B2C-Strategien

Marktanalyse/Wettbewerberanalyse

Marktsituation, in der sich die Zielbranche befindet
Marktgröße
Vorliegende Strukturen
Konkurrenzdichte

Marketing-Strategie

Um im E-Commerce-Business erfolgreich zu sein, kommt es darauf an, den Onlineshop bekannter zu machen und Shop-Besucher zum Kauf zu bewegen = Conversions zu generieren.

  • Werbemöglichkeiten
    Newsletter, SEM, SEO, Plakatwerbung oder Flyer
  • Preisgestaltung
  • Distributionspolitik
  • entsprechende Services
  • innovative Distributionswege, z. B. über den Social Buzz

Oft sind Service-USPs (z. B. schnelle Versandzeiten, kostenloser Rückversand) ausschlaggebend für Kundenentscheidungen.
Auch das Controlling der Marketing-Aktivitäten, die Controlling-Werkzeuge selbst sowie Kennzahlen zur Erfolgsmessung gehören in einen vollständigen Businessplan

Organisation/Strukturen

  • allgemeine Organisation des Unternehmens
  • personellen Struktur: Von der Management-Ebene bis zu den einzelnen Mitarbeitern. 
  • Entlohnung des Personals

Finanzierung/Finanzplan

Am besten gemeinsam mit einem Wirtschaftsberater!
– Kapitalbedarfsplan
– Finanzierungsplan
– Rentabilitätsvorschau, break-even-Punkt

Chancen- und Risiken-Analyse

Unterscheiden zwischen Plänen, die man Investoren und Geldgebern vorlegt und jenen für interne Mitarbeiter oder Bewerbenden.

Beispiele:
Solvino
FT Fitness Technology
Unperfekt
Nordic Muscle Bike
Running On